Sowohl die PC Games Hardware als auch die ComputerBase haben sich die Hardware-Anforderungen des neuen Aufbauspiels Anno 1404 angesehen. Wie bei Strategietiteln nicht unüblich sind die Hardware-Anforderungen nicht gerade niedrig, interessanterweise jedoch liegen diese unter Anno 1404 eher denn auf der Grafikkarten-Seite als auf der CPU-Seite. So kommt man mit modernen CPUs auch nur eher durchschnittlicher Taktrate – wie einem Core 2 Duo E6600 oder einem Athlon X2 7850 (auf K10-Basis) – schon auf 40 fps und damit viel eher ins Sorgenlos-Land als bei den Grafikkarten. Eine besondere Präferenz pro Intel oder AMD ist im übrigen nicht zu erkennen, die AMD-CPUs halten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut mit.
Bei der Frage, wieviel Cores es sein müssen, gibt es dagegen widersprüchliche Resultate: Zwar liegt zwischen einem Core 2 Duo E6600 und einem Core 2 Quad Q6600 unter 1280x1024 ein Performanceunterschied von 34 Prozent (welcher aber schon unter 1680x1050 von der Grafikkarten-Limitierung deutlich aufgefressen wird), allerdings zieht dafür ein Phenom II X3 720 auch einem Phenom X4 9950 mit 18 Prozent davon. Ergo dürfte das Spiel wohl von mehr Rechenkernen profitieren, allerdings ist auch die eingesetzte CPU-Architektur ein wichtiger Performancebringer und hier zeigt sich der 45nm K10-Kern dem alten 65nm K10-Kern doch deutlich überlegen. In jedem Fall dürften unter höheren Auflösungen (ab 1680x1050) und ganz besonders unter Zuschaltung von Anti-Aliasing zumindest die Durchschnitts-Frameraten allesamt nur noch Grafikkarten-limitiert sein, scheint die CPU unter diesem Titel also erstaunlicherweise nicht so sehr zu zählen.
Und bei den Grafikkarten muß man schon mit einem vernünftigen Beschleuniger der oberen Mainstream-Klasse kommen, um unter 1680x1050 samt 4x Anti-Aliasing noch spielbare Frameraten zu erhalten – für einen Strategietitel wie gesagt eher ungewöhnlich. Dabei muß man immer auch einrechnen, daß gerade unter Strategietiteln eine typische durchschnittliche Framerate keine besondere Bedeutung hat, da eine hohe Framerate gerade dann gebraucht wird, wenn viel dargestellt wird oder es gar hektisch auf dem Bildschirm zugeht. Dies ist auch gut an den Benchmarks der beiden Webseiten abzulesen, wo sich die PCGH ein eher durchschnittliches Szenario und die ComputerBase ein eher forderndes Szenario herausgesucht haben – mit teilweise deutlichen Unterschieden bei den Ergebnissen unter 1680x1050 samt 4x Anti-Aliasing:
| PCGH | ComputerBase | |
|---|---|---|
| Radeon HD 4770 512MB | 31,8 fps | 27,0 fps (85%) |
| Radeon HD 4850 512MB | 27,6 fps | 27,3 fps (99%) |
| Radeon HD 4870 1024MB | 39,6 fps | 34,1 fps (86%) |
| Radeon HD 4890 1024MB | 43,9 fps | 38,2 fps (87%) |
| GeForce GTS 250 512MB | 33,8 fps | 26,8 fps (79%) |
| GeForce GTX 260 (216SP) 896MB | 42,2 fps | 32,0 fps (76%) |
| GeForce GTX 275 896MB | 48,4 fps | 37,2 fps (77%) |
| GeForce GTX 285 1024MB | 51,4 fps | 39,5 fps (77%) |
Sehr interessant ist hier, daß die ATI-Karten durchgehend unter dem fordernderen Szenario der ComputerBase klar weniger Performance verlieren als die nVidia-Grafikkarten. Dies läßt sich auch profan an den Benchmark-Diagrammen der jeweiligen Webseiten ablesen: Bei der PCGH sind die nVidia-Grafikkarten klar vorn, bei der ComputerBase sind dagegen unter den SingleChip-Lösungen ATI und nVidia in etwa gleichauf. Vermutlich kommen hier den ATI-Grafikkarten ihre Masse an Shader-Einheiten zu Hilfe, welche unter dem fordernderem Szenario der ComputerBase gebraucht werden. So gesehen ist unter Anno 1404 auch kein nVidia-Sieg zu verbuchen, selbst wenn den nVidia SingleChip-Grafikkarten jeweils die Benchmark-Spitzenplätze gehören.
Allerdings halten die ATI SingleChip-Grafikkarten klar besser mit als es ihre preisliche Einordnung eigentlich vermuten läßt und glänzen wie gesagt dann, wenn es drauf ankommt – bei einem insgesamt recht ausgeglichenen Feld ist wenn dann eher ATI vorn zu sehen. In jedem Fall ist wie schon erwähnt (mit Anti-Aliasing) nichts unter einer schlagkräftigen Mainstream-Karte läuft, die Grenze ist hier sogar schon bei einer Radeon HD 4770 zu sehen, da Radeon HD 4670 und GeForce 9600 GT schon nicht einmal mehr die 20-fps-Marke erreichen und selbst eine GeForce 9800 GT nur knapp über dieser liegt. Daneben noch erwähnenswert ist der Performance-Vorteil der DirectX10-Version des Spiels gegenüber der DirectX9-Version von immerhin 20 Prozent: Leider zeigt sich dieser aber nur in CPU-limitierten Szenarien, in Grafikkarten-limitierten Szearien ist kein Unterschied mehr ausmachbar.
AnandTech sind in einem umfangreichen Artikel der Frage nachgegangen, welcher Speicher für Core i7 Systeme der richtige ist. Auf diese Ausgangsstellung gibt es natürlich mehrere richtige Antworten – je nachdem was mit seinem konkret vorliegenden System erreichen will. Dennoch läßt sich als Ausgangsbasis erkennen, daß trotz des beim Core i7 direkt in die CPU integrierten Speichercontrollers der Einfluß des Speichers nicht gerade weltbewegend ausfällt – wohl auch eine Folge des TripleChannel-Interfaces und seiner enormen Bandbreite. Bei den kommenden Lynnfield- und Clarkdale-basierenden Prozessoren dürfte der Einfluß der Speichers möglicherweise wieder zunehmen, da bei diesen beiden Prozessorkernen jeweils "nur" ein DualChannel-Speicherinterface integrierte wurde (wie bei AMDs K10).
Trotzdem läßt sich feststellen, daß die Intel-Spezifikation von DDR3/1066 in aller Regel doch (benchmark-technisch) merkbar hinter DDR3/1333 zurückfällt, während es ab DDR3/1333 nur noch sehr langsam weiter nach oben geht. Nur im Zusammenspiel mit bestmöglichen Latenzen und schnellsten Taktraten kommt dann im Praxiseinsatz noch etwas mehr Performance heraus. Spätestens ab DDR3/1600 bewegt sich dann kaum noch etwas, selbst unter sonst eher auf die Speicherperformance reagierenden Benchmarks. Im Normalfall tut ein gutes DDR3/1333-Kit (mit nicht zu hohen Latenzen) also sein Werk unter dem Core i7, nur für Spezialfälle (Overclocking, starker Einsatz bestimmter speicherfressender Programme) lohnt sich wirklich der Blick zu höherwertigen Speicherkits.
| Grafikkarten | aktualisiert: Grafikkarten-Rangliste |
| Prozessoren | AMD: Drei und vier Kerne in Notebooks ab 2010 |
| Mainboards | AMD RD890, RS880D, SB850 – neue Infos |
| Speicher | DDR3-Speicherpreise nähern sich DDR2-Niveau |
| Cooling | NZXT Sentry 2: Lüftersteuerung mit Touchscreen vorgestellt |
| Gehäuse | Neue ITX-Gehäuse von Yeong Yang vorgestellt |
| Mobile | Asus senkt Preise von 7- und 8,9-Zoll EeePCs |
| IT-Sicherheit | Surfen im Urlaub: Gefahrenquelle Internetcafé |
| Wissenschaft | Was geschah am 1. Juli? |
| Datenschutz & Überwachung | 12. September 2009, Berlin: Bürgerrechtler rufen zu Demonstration gegen Überwachung auf |
Die VR-Zone zeigt GPU-Z Screenshots zweier neuer 40nm-Grafikkarten von nVidia, die auf den Grafikchips GT218 (D10M1) und GT216 (D10M2) basieren, welche kürzlich schon für das Mobile-Segment offiziell vorgestellt wurden. Die Daten zumindest des GT218-Chips sind allerdings minimal abweichend von denjenigen im Mobile-Segment: Dort treten GT218-basierte Lösungen nur mit 16 Shader-Einheiten an, im Desktop-Bereich sollen es 24 Shader-Einheiten sein. Dies passt jedoch deutlich besser zu der These, daß die neuen GT21x-Chips von nVidia sich in der Shadercluster-Struktur am GT200-Chip und nicht mehr an den G9x-Chips anlehnen – nVidia dürfte im Mobile-Segment schlicht ein paar Shader-Einheiten deaktiviert haben, weil bei der dort existierenden extremen LowCost-Lösung kein echter Performancebedarf vorliegt und man damit zudem etwas Strom sparen kann.
| GeForce G210 | GeForce GT 220 | |
|---|---|---|
| Chipbasis | nVidia GT218, 40nm | nVidia GT216, 40nm |
| Technik | DirectX 10.1, 24 Shader, 64 Bit DDR Interface | DirectX 10.1, 48 Shader, 128 Bit DDR Interface |
| Taktraten | DDR2: 600/1425/500 MHz DDR3: 600/1425/800 MHz |
DDR2: 625/1375/500 MHz DDR3/GDDR3: 625/1375/800 MHz |
| Speicher | 512 MB DDR2 (500 MHz) 512 MB DDR3 (800 MHz) |
500/1024 MB DDR2 (500 MHz) 500/1024 MHz DDR3 (800 MHz) 500/1024 MHz GDDR3 (800 MHz) |
| Rechenleistung | 103 GFlops | 198 GFlops |
| Bandbreite | 13 GB/sec (DDR3) bzw. 8 GB/sec (DDR2) | 26 GB/sec (DDR3/GDDR3) bzw. 16 GB/sec (DDR2) |
| Preisbereich | 30-35 Dollar | 55-60 Dollar |
| Vergleich Mobile | GeForce G210M: 72 GFlops & 13 GB/sec (DDR3) | GeForce GT 240M: 174 GFlops & 26 GB/sec (DDR3/GDDR3) |
| Vergleich GeForce9 Desktop | GeForce 9400 GT: 67 GFlops & 13 GB/sec | GeForce 9500 GT: 134 GFlops & 16 GB/sec |
Im Desktop werden die Grafikchips GT218 (GeForce G210) und GT216 (GeForce GT 220) dagegen voll ausgefahren, dies bedeutet 24 Shader-Einheiten an einem 64 Bit DDR Speicherinterface beim GT218-Chip sowie 48 Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface beim GT216-Chips. Zudem geht man mit der Taktfrequenz gegenüber den Mobile-Lösungen etwas nach oben, so das die vergleichbaren Mobile-Lösungen jeweils geschlagen werden. Wie allerdings sowohl dem veranschlagten Preisbereich als auch dem Vergleich mit den durch die neuen Karten zu ersetzenden GeForce9-Lösungen zu entnehmen ist, handelt es sich hierbei weniger denn um Gamer-Grafikkarten, sondern eher typische OEM-Produkte.
Von der kommenden 40nm-Riege seitens nVidia erscheint für Gamer einzig und allein der GT214-Chip (im Mobile-Bereich schon bei der GeForce GTS 250M/260M verwendet) mit 96 Shader-Einheiten an einem 128 Bit DDR Speicherinterface (samt schnell getaktetem GDDR5-Speicher) interessant, da dieser die Performance einer GeForce 9800 GT erreichen bzw. überbieten und damit in Konkurrenz zur Radeon HD 4770 gehen sollte. Dies ist allerdings immer noch der Spieler-Einstiegsbereich mit Preisen knapp unter 100 Euro, wirklich rasante Spielerkarten auf Basis des GT2xx-Designs in 40nm hat nVidia nicht mehr in der Hinterhand, hier verläßt man sich offenbar voll und ganz auf das kommende GT300-Design in 40nm.
Die ITWorld berichtet über die europäischen Preise für Windows 7, wobei sich erstaunliche Unterschiede zwischen den Dollar- und den Euro-Preisen auftun. So wird die Windows 7 Home Premium Version in den USA für 120 Dollar verfügbar sein, in Euroland dagegen aber 120 Euro kosten. Dies ist der gleiche Preis, welcher allerdings den Umtauschkurs, welcher nun seit Monaten stabil zwischen 1,30 und 1,40 Dollar pro Euro pendelt, absolut nicht berücksichtigt. Deutlich höher ist der Preisaufschlag gar bei der Windows 7 Professional Version, welche 200 Dollar in den USA und satte 285 Euro in Euroland kosten soll, bei der Windows 7 Ultimate Version sind es 220 Dollar in den USA und 300 Euro in Euroland.
| Dollar | Euro | |
|---|---|---|
| Windows 7 Home Premium (Preorder) | 50$ (~36€ / -28%) |
50€ (~70$ / +40%) |
| Windows 7 Professional (Preorder) | 100$ (~71€ / -35%) |
110€ (~154$ / +54%) |
| Windows 7 Home Premium (Full) | 120$ (~86€ / -28%) |
120€ (~168$ / +40%) |
| Windows 7 Professional (Full) | 200$ (~142€ / -50%) |
285€ (~399$ / +100%) |
| Windows 7 Ultimate (Full) | 220$ (~157€ / -48%) |
300€ (~420$ / +91%) |
Damit sind die Euro-Preise von Windows 7 faktisch auf dem Niveau von Windows Vista – der teilweise bejubelte Preisnachlaß gegenüber Windows Vista betrifft also nur die Dollarpreise. Wahrscheinlich liegen dem ganzen zwei Punkte zugrunde: Erstens ist die derzeitige Wirtschaftskrise in den USA viel stärker eine Konsumkrise als im Euroraum und zweitens hat Microsoft in den USA einen klar höheren Druck durch Apple, welche dort weiterhin für gewisse, eben doch beachtbare Marktanteile stehen. In Euroland ist Microsoft dagegen im Consumer-Bereich nahezu konkurrenzlos – und läßt sich diese einmal erreichte Position durch die Konsumenten nunmehr auch sattsam entlohnen.
Der Heise Newsticker vermeldet ein höchstinstanzliches Urteil aus dem USA zum Thema der Web-basierten Videorecorder, welches in den USA den Weg für solcherart Dienste freimacht. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die extrem enge Rechtsauslegung solche Dienste nicht ohne Zustimmung der TV-Sender erlaubt, hat man in Amerika offenbar doch noch einen Blick für das Gesamtbild übriggehabt und dabei schlicht festgestellt, daß so lange der Anwender die alleinige Nutzungsgewalt über die Aufzeichnung hat, hier nur eine zulässige Privatkopie vorliegt. Daß diese physikalisch außerhalb der eigenen vier Wände liegt und technisch gesehen sogar mit anderen Anwendern geteilt wird, ist dagegen ein rein technischer Belang und aus dieser Betrachtungsweise her nicht mehr besonders relevant – ein deutlicher Unterschied zur bundesdeutschen Rechtssprechung, welche sich exakt an diesen technischen Verfahrensweisen aufhängt, anstatt wie gesagt das Gesamtbild zu beurteilen.
| Grafikkarten | Mushkin goes back to GPU Market |
| Mainboards | Gigabyte GA-MA770T-UD3P (AMD 770) Review |
| Speicher | DRAM-Hersteller Elpida erhält Staatshilfen |
| Cooling | Noctua NF-S12B FLX Fan Review |
| Sound | Cyber Snipa Sonar 2.0 Review |
| sonstige Hardware | A3-Drucker von Kyocera vorgestellt |
| IT-Sicherheit | Passwort-Maskierung ein Risiko? |
| Wissenschaft | Was geschah am 30. Juni? |
| Datenschutz & Überwachung | Bayrische Bauern fordern: "Datenschutz mit Augenmaß" |
| Politik | Hinweise des Tages |
Vor kurzem hatten wir die NZXT Panzerbox in der Redaktion. Ein kompaktes Alu-Gehäuse, welches in der 120-Euro-Preisregion beheimatet ist und auch gehobene Ansprüche befriedigen soll. Heute möchten wir einmal einen Blick auf das brandaktuelle NZXT Beta-Gehäuse werfen. Hierbei handelt es sich um ein Gehäuse, welches für den ambitionierten Einsteiger konzipiert wurde und mit einem Preis von 49 Euro relativ günstig ist. Was man für diesen Preis erwarten kann, wollen wir im folgenden Artikel klären ... zum Artikel