Der Planet 3DNow! bringt ein Update seiner Grafikchip-Roadmap, welches das bekannte Wissen und Halbwissen über die anstehenden HighEnd-Grafikchips zusammenfasst. Mit an Board sind dabei natürlich noch reichlich Unsicherheiten: So erscheinen die 1,5 TeraFlops Rechenleistung des ATI RV870-Chips nach wie vor als sehr gering angesichts dessen, daß eine Radeon HD 4870 jetzt schon 1,2 TeraFlops erreicht. Dies wäre – wie schon einmal ausgeführt – nur dann sinnvoll, wenn ATI den RV870 wirklich in der Multi-Chip-Module-Bauweise bringt und somit also zwei Grafikchips aufs selbe Trägermaterial pressen kann, ohne daß dabei die Verlustleistung explodiert.
Was wiederum gegenüber der herkömmlichen Bauweise von zwei getrennten Grafikchips auf einem Grafikboard nur dann Sinn macht, wenn ATI die physikalische Nähe der Multi-Chip-Module-Bauweise zu einer besseren Verbindungstechnologie ausnutzt, die Effizienz der zwei zusammenarbeitenden Grafikchips also entscheidend steigert. Auf nVidia-Seite sind hingegen die Ungewissheiten noch viel größer, weil außer den Chipnamen eigentlich kaum etwas bekannt ist. Inzwischen kann man sogar vermuten, daß nicht mehr alle diese Chipnamen – GT206, GT212 und GT216 – bei nVidia aktuell sind, schließlich wurde der GT200-Chip nun auch ohne neuen Chipnamen auf 55nm umgelegt, davon abgesehen wären drei neue HighEnd-Chips innerhalb eines halben Jahres auch ein wenig zu viel des guten.
Die ComputerBase berichtet über eine weitere G94-basierte GeForce 9600 GSO , diesesmal von MSI. Diese G94-basierten Karten haben nur 48 Shader-Einheiten und dafür ein 256 Bit DDR breites Speicherinterface, im Gegensatz zu den regulären GeForce 9600 GSO Karten auf G92-Basis mit 96 Shader-Einheiten und einem 192 Bit DDR Speicherinterface. Abweichend zu der kürzlich genannten Inno3D-Karte soll die MSI-Karte mit 1400 MHz auch noch einen recht niedrigen Shadertakt aufweisen – damit kommt diese Karte nur noch auf 49 Prozent der Rechenleistung einer regulären GeForce 9600 GSO, was auch durch eine höhere Speicherbandbreite unmöglich zu egalisieren sein wird.
Noch ist natürlich nicht endgültig klar, unter welchem Namen nVidia das ganze herauszubringen gedenkt – allerdings deutet der Verpackungsscreenshot der MSI-Karte doch wieder in die Richtung, als würde nVidia tatsächlich eine zweite Version der GeForce 9600 GSO herausbringen. Und dies ist dann nach wie vor als der krass falsche Weg anzusehen, weil die bisherige und die nun möglicherweise doch kommende Ausführung der GeForce 9600 GSO auf jeweils absolut unterschiedlicher Hardware (G94 vs. G92) aufbauen und daher auch eine deutlich differiende Performancecharakteristik aufweisen werden: So wird die neue Ausführung der GeForce 9600 GSO in allen sehr rechenintensiven Szenarien deutlich hinter der bisherigen GeForce 9600 GSO zurückliegen
Dafür dürfte die neue GeForce 9600 GSO aufgrund ihrer deutlich höheren Speicherbandbreite besser in sehr hohen Auflösungen samt Anti-Aliasing durchhalten – ob allerdings die Grundperformance der Karte überhaupt dafür ausreichend ist, wäre noch zu ermitteln. Jedenfalls lockt eine Grafikkarte mit 48 Shader-Einheiten auch nach nVidia-Verhältnissen im Performance-Markt niemanden hinter dem Ofen hervor, so etwas würde man eher denn als klassische Mainstream-Lösung einordnen. Wahrscheinlich plant nVidia hier den lange erwarteten Kontrahent zur Radeon HD 4670 – was ja auch ehrbar ist, aber dann sollte die Namenswahl nicht höheres vermuten lassen. Ein einfaches "GeForce 9600 GS" würde niemanden verwirren und zudem eine gewisse Klarheit über die leistungsmäßige Einordnung der Karte bieten.
Gemäß den X-bit Labs gibt es neue Core i7 Prozessoren seitens Intel im zweiten Quartal 2009. Genaueres ist noch nicht bekannt, aber vermutlich wird es schlicht die Taktstufe des jetzigen 965 XE mit 3.2 GHz als "normale" Ausführung geben (aka "Core i7 960") und die nächsthöhere Taktstufe (3.46 GHz) als neue Extreme Edition (aka "Core i7 985 XE"). Intel dürfte bis zu diesem Zeitpunkt durch AMDs 45nm-Prozessoren zumindest im HighEnd-Segment noch lange nicht unter Druck stehen, so daß man es wohl sehr geruhsam mit weiteren Taktsteigerungen angehen wird. Und sollte AMD seine derzeitigen Planungen verwirklichen und bis zum dritten Quartal bei 3.0 GHz verharren, ergibt sich für Intel sicherlich auch keine Notwendigkeit, daran etwas entscheidendes zu verändern.
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| IT-Sicherheit | Linksammlung gegen Viren/Spyware/Dialer usw. |
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| Politik | Hinweise des Tages |
Geht es nach Expreview, so wird nVidia die derzeit nun schon laufende 55nm-Fertigung des GT200-Chips nicht zu neuen, schneller getakteten Grafikkarten nutzen, wie sie bisher als GeForce GTX 270 & 290 gehandelt wurden. Vielmehr wird mit dem GT200-Chip in 55nm erst einmal der originale GT200-Chip in 65nm auf den schon bestehenden GeForce GTX 260/280 Grafikkarten ersetzt, was auch den Preisspielraum bei nVidia und den Grafikkartenherstellern erhöht. So soll nVidia den Grafikkartenherstellern explizit das Erstellen eigener Designs dieser Grafikkarten freigegeben haben, was in kostenreduzierten Varianten mit attraktivem Preis, aber auch eventuell in (ab Werk) höhergetakteten Varianten resultieren dürfte.
Gemäß nochmals HardSpell soll zudem nun doch noch eine DualChip-Variante auf Basis des in 55nm hergestellten GT200-Chips kommen – womit nVidia dann wieder den eigenen Anspruch erfüllen würde, die schnellste HighEnd-Grafikkarte zu stellen. Das Produkt soll sich wohl "GeForce GTX 260 GX2" nennen, was auf die Benutzung der in seinen Hardware-Einheiten beschnitten GeForce GTX 260 hindeutet – für eine DualChip-Grafikkarte schon sehr ungewöhnlich, aber eventuell aus Verlustleistungsgründen nicht anders zu realisieren. Aber auch so ist eine Verlustleistung im Bereich von runden 250 Watt zu erwarten, was im Rahmen einer Radeon HD 4870 X2 (realer Verbrauch 264 Watt unter Last) liegen würde. Die neue DualChip-Grafikkarte von nVidia soll im Januar antreten, genaueres zu Taktraten und Preissituation ist derzeit noch nicht bekannt.
Nachdem wir lange nichts mehr von der bei nVidia geplanten Rebranding-Aktion gehört haben, bringen Fudzilla nun neue Informationen: So soll die (nur im OEM-Bereich verkaufte) GeForce 9300 auf G96-Basis zukünftig auf den Namen "GeForce G100" hören, die GeForce 9500 GT auf Basis desselbe Grafikchips soll zukünftig unter "GeForce GT 120" laufen. Die GeForce 9600 GT auf Basis des G94-Chips wird dagegen zur "GeForce GT 130", zu den weiteren GeForce9-Grafikkarten liegen derzeit leider noch keine Informationen über deren neue Verkaufsnamen vor. Diese Rebranding-Aktion soll dann im Januar 2009 über die Bühne gehen, wobei derzeit nach wie vor unklar ist, ob es sich ausschließlich um neue Namen bisheriger Karten handelt, oder ob es eventuell auch regelrecht neue Karten beispielsweise mit abgewandelten Taktraten gibt.
Die gestern schon genannten Informationen von HardSpell über neue Core-2-Prozessoren seitens Intel sind nochmals zu erwähnen, weil hierbei auch spezielle 65W-TDP-Modelle seitens Intel notiert wurden. Dies sind die Modelle Core 2 Quad Q8200s (45nm, 2.33 GHz, FSB1333, 4 MB Level2-Cache), Core 2 Quad Q9400s (45nm, 2.66 GHz, FSB1333, 6 MB Level2-Cache) und Core 2 Quad Q9550s (45nm, 2.83 GHz, FSB1333, 6 MB Level2-Cache), denen "S"-lose Normal-Varianten in der 95W-TDP-Klasse stehen, als "S"-Varianten dagegen nur eine TDP von 65 Watt aufweisen. Natürlich dürfte der reale Unterschied nicht gleich 30 Watt betragen, sind die "S"-losen Normal-Varianten seitens Intel doch ziemlich hoch eingestuft. Trotzdem dürfte es hier einen Verlustleistung-Vorteil bei den "S"-Varianten geben, was diese somit für Übertakter interessant macht. Allerdings kosten die "S"-Varianten wohl mehr und es ist nicht einmal sicher, ob diese überhaupt im regulären Handel auftauchen oder nur den OEM-Partern Intels zur Verfügung stehen.
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Laut Aussage Microsoft gegenüber der PC Games Hardware ist die Chance, daß es DirectX11 nicht mehr in Windows 7 schafft größer als umgedreht. Was einen etwas verblüfft zurückläßt, denn trotz womöglich auf Ende 2009 vorgezogenen Starttermin von Windows 7 war man sich doch bisher sicher, daß DirectX11 eher schon zur Jahresmitte 2009 zur Verfügung stehen würde. Allerdings muß DirectX11 deswegen nicht wirklich später als Windows 7 erscheinen, denn der "Annahmeschluß" für neue Features liegt bei dem neuen Betriebssystem natürlich schon Monate vor der Erstauslieferung. Mit dem Sommer 2009 wird es aber anscheinend nichts mehr, DirectX11 dürfte somit eher in Richtung Herbst/Winter 2009 erscheinen.
HT4U berichten über eine aktuelle AMD-Roadmap mit den CPU-Planungen für das Jahr 2009. Danach kommen am 8. Januar erst einmal zwei 45nm-Modelle im Sockel AM2+ mit 2.8 und 3.0 GHz, während der erste Schwung an Sockel-AM3-Prozessoren dann im Februar 2009 antritt. Jene AM3-Prozessoren wird es dann in Takfrequenzen von 2.5 bis 2.8 GHz geben, hinzu kommen zwei TripleCore-Modelle mit 2.6 und 2.8 GHz. Bei der TDP ordnet AMD die neuen Phenom-Prozessoren im übrigen abweichend von den Opteron-Prozessoren sehr defensiv ein: Die beiden Modelle im Sockel AM2+ auf 125 Watt TDP, alle Sockel-AM3-Modelle bei 95 Watt. Man wird allerdings sehen müssen, wieviel AMD davon in der Realität ausnutzt, aufgrund der 45nm-Fertigung sollte es hier doch größere Reserven zwischen TDP-Angabe und realem Verbrauch geben.
Diese will AMD aber zumindest anfänglich nicht wirklich nutzen, es soll im zweiten Quartal nur ein AM3-Modell auf 3.0 GHz nachfolgen, für das dritte Quartal ist keine weitere Taktstufe geplant. Dies ist angesichts der Betonung von AMD, deren neues Spitzenmodell würde im Übertaktungsbetrieb auf 4 GHz luftgekühlt kommen, schon reichlich verwunderlich. Möglicherweise will sich AMD aber hier schlicht noch nicht in die Karten schauen lassen – es ist jedenfalls nicht besonders wahrscheinlich, daß man drei Quartale auf derselben Spitzentaktfrequenz verharren kann. Neben den Phenom-Prozessoren wird AMD aber auch neue Athlon-Prozessoren bringen – allerdings natürlich weiterhin auf K10-Basis.
Letztlich wird dies alles auf dem Propus-Core basieren, einem Deneb-Core ohne Level3-Cache, welchen AMD für das LowCost- und Mainstream-Segment einzusetzen gedenkt. Diesen Prozessoren wird es (unter dann differienden Core-Namen, aber allesamt auf Propus-Basis) als QuadCore-, TripleCore- und DualCore-Modelle geben, die maximalen Taktfrequenzen liegen dabei knapp unter 3 GHz. Interessant dürfte hierbei insbesondere die Athlon X4 600 Serie sein, darunter verbirgt sich ein K10-QuadCore ohne Level3-Cache. Letzterer dürfte im Desktop-Bereich eher weniger zu mehr Performance führen, allenfalls die maximale Taktfrequenz dieser Prozessoren-Serie von 2.7 GHz dürfte einen gewissen Nachteil darstellen. Wenn hier AMD allerdings einen attraktiven Preis ansetzt – und anderes erscheint aufgrund der Namenswahl eher unwahrscheinlich – dann hätte man hier eventuell einen potenten Mainstream-Prozessor.
Neben der reinen Technik muß gesagt werden, daß AMD einen ziemlichen Wirrwarr an Corenamen und Verkaufsnamen bringt, welcher den Käufer bei einfacher Betrachtung der Dinge glatt in die Irre führen muß. AMD nennt hier satte fünf neue Corenamen der 45nm-Modelle – dabei ist das letztlich überall derselbe K10-Prozessor in 45nm. Ob man nun einzelne Cores deaktiviert oder noch einen (wahrscheinlich sowieso extra gefertigten) Level3-Cache aufs Trägermaterial klebt, ändert nichts am eigentlichen Core. Und genauso verbietet es sich eigentlich, K10-basierte Prozessoren in irgendeiner Form "Athlon" zu nennen – damit verbindet der Käufer normalerweise einen K8-basierenden Prozessor, also gleich eine andere Prozessorenarchitektur. Ein mehr an technischer Exaktheit bei den (ja sowieso nur vom Fachpublikum genutzten) Corenamen und eine höhere Plausibilität bei den Verkaufsnamen würde AMD durchaus nicht schaden.
Wie WinFuture berichten, werden Intel-Prozessoren im Sockel 775 noch bis ins Jahr 2011 hinein im offiziellen Angebot seitens Intel sein. Demnach wird die Core-2-Architektur im Einsteigersegment doch nicht recht lange überleben – wenngleich es eher zweifelhaft ist, daß Intel hier besonders taktschnelle bzw. leistungsstarke Prozessoren liefern wird. Ganz allgemein betrachtet dürfte die Core-2-Architektur für Mainstream- und HighEnd-Gefilde seitens Intel in nächster Zeit eher denn langsam abgesägt werden. Sprich, man wird hier trotz vorhandener Möglichkeiten keine schnelleren Core-2-Prozessoren mehr liefern, sondern sich lieber auf auf die Vermarktung der neuen Nehalem-Architektur konzentrieren. Und so lange ab nächstem Jahr mit den Lynnfield-Prozessoren die Nehalem-Modelle dann auch im Mainstream-Markt zu finden sind, spricht ja auch nichts gegen die neue Prozessorenarchitektur.
Shortcuts: HardSpell berichten über am 18. Januar antretende neue Core-2-basierende Prozessoren. Dabei handelt es sich um einige interessante Programmergänzungen (beispielsweise ein Core 2 Duo E7500 mit 2.93 GHz für 133 Dollar Listenpreis), allerdings natürlich keine Prozessoren mehr mit neuen Spitzentaktraten. Gemäß HT4U hat Auftragsfertiger TSMC die Massenfertigung in 40nm bereits gestartet. Ob damit allerdings explizit Grafikchips gemeint sind, ist unklar – vermutlich noch nicht, auch wenn sich aufgrund dieses Fertigungsfortschritts die 40nm-Pläne von ATI und nVidia für das nächste Jahr sicherlich einhalten lassen werden. Und letztlich noch eine Korrektur der News des 12. November: Der seitens techPowerUp gemeldete RV790-Refreshchip soll natürlich in 55nm und nicht in 40nm gefertigt sein. Dies stand bei der Quelle auch nicht anders, der Newsredakteur hat es hier schlicht verbockt, so das wir um Entschuldigung bitten.
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